SF oder Fantasy?
Eine Kolonie auf dem Mars, in unwirtlicher Umgebung, die der Natur trotz und alles vorbereitet, dass der Mars irgendwann besiedelt werden kann. Das hört sich gut an, ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Dass die Mitglieder der Kolonie eine absolute Hierarchie bilden, mit Nummern, geschenkt (klingt aber schon ein wenig nach Faschismus); aber warum gibt es dann außerhalb Dörfer, in denen "andere" Leute leben, unter unmöglichen Bedingungen? Ist das selbstgewählt, und haben die vermeintlichen Terroristen, die die Kolonie bedrohen, nicht vielleicht sogar recht, und die Kolonie ist das eigentlich Falsche?
Ursula Poznanski erzählt die Geschichte wie immer gut, und hat mit Ria auch eine sympathische Protagonistin. Als sie mit einer kleinen Gruppe eines Tages "verloren geht", und die andere Seite kennenlernt, weiß man plötzlich nicht mehr, was man glauben soll, und was nicht. Leider in 3 Bänden, von denen ich eben nur den ersten gelesen habe.
PS: Ich habe dann gemerkt, dass ich (vor 10 Jahren) den letzten Band aus versehen schon gelesen hatte, und es wohl gut fand. Zum Glück konnte ich mich an nichts mehr erinnern, damit war der erste Band wieder neu und spannend.
